Terraria-Crossplay ist kein Fernziel mehr. Im State of the Game für Oktober 2026, veröffentlicht am 29. Oktober, hat Re-Logic bestätigt: Terraria 1.4.6, Crossplay Phase One, ist fertig und steckt in den letzten Tests. Bei den Konsolenherstellern liegt das Update noch nicht, aber das Team will „nächste Woche“ wieder im Plan sein. Danach fehlt nur noch die Zertifizierung durch Microsoft, Sony und Nintendo.
Wenn du einen Terraria-Server betreibst, ist das das wichtigste Update seit Jahren. Phase One dreht sich um genau eine Sache: Konsolenspieler sollen sich per IP-Adresse und Port mit einem Server verbinden können. Genau das ist ein gemieteter Dedicated Server. Hier liest du, was Re-Logic gesagt hat, was Phase One enthält und wie du deinen Server vorbereitest.
Terraria 1.4.6 Release-Datum: der aktuelle Stand
Es gibt noch kein Release-Datum, und wer eins nennt, rät. Diese Zeitleiste hat Re-Logic tatsächlich kommuniziert:
- Anfang Oktober: Crossplay Phase One wurde fertiggestellt und ging in ausführliche Tests.
- Ende Oktober: Eigentlich sollte 1.4.6 auf allen Plattformen in die Einreichung gehen. Die letzte Testrunde hat aber „ein paar Dinge“ gefunden, die vorher behoben werden müssen.
- Nächster Schritt: Re-Logic rechnet nicht mit langen Verzögerungen und hofft, in der Woche ab dem 2. November wieder im Plan zu sein.
- Danach: Das Update liegt bei Microsoft, Sony und Nintendo. Wann alle zustimmen, kann Re-Logic „nicht vollständig vorhersagen“, und weil 1.4.6 alle Plattformen gleichzeitig betrifft, erwartet das Team eine strengere Prüfung als bei einem normalen Patch.
Der entscheidende Satz: Sobald alle Freigaben da sind, drückt Re-Logic „den großen Launch-Knopf“. Das klingt nach einem gemeinsamen Release für PC, Konsole und Mobile und nicht nach dem gestaffelten PC-zuerst-Rollout von 1.4.5.7 im August.
Was Crossplay Phase One wirklich ist
Re-Logic und DR Studios haben den Plan schon im State of the Game für Februar 2026 erklärt. Crossplay zwischen PC, Mobile und Dedicated Server gibt es technisch schon seit Jahren, weil alle drei auf derselben Codebasis laufen. Gefehlt haben die Konsolen, und zwar nicht aus technischen Gründen, sondern wegen der strengen Sicherheits- und Datenschutzvorgaben von Microsoft, Sony und Nintendo.
Phase One schließt diese Lücke. Auf der Konsole kommt:
- Remote: eine Liste von Servern, mit denen du schon verbunden warst, laut DR Studios „meist Dedicated Server, die du selbst hostest oder gemietet hast“.
- Local: Sessions in deinem Heimnetz tauchen automatisch auf, so wie heute schon auf Mobile.
- Beitreten per IP und Port von jeder Plattform zu jeder Plattform.
- UPnP beim Hosten direkt aus dem Spiel, damit der Client den Port an deinem Router selbst öffnen kann.

Die Remote-Liste ist der Kern: Zum ersten Mal kann ein PlayStation-, Xbox- oder Switch-Spieler ohne Umweg auf denselben Dedicated Server wie seine PC- und Mobile-Freunde.
Phase Two folgt später: Join-Codes über Netzwerke hinweg
Phase Two ist der Schritt zu „echtem Crossplay“. Wer ein Spiel hostet, soll eine Session-ID oder einen Join-Code mit Spielern auf jeder Plattform und in jedem Netzwerk teilen können, ganz ohne IP-Adressen und Portfreigaben. DR Studios nennt das heutige Remote-Spiel selbst „launisch und kompliziert zuverlässig einzurichten“. Viele greifen deshalb zu ZeroTier, Hamachi oder Radmin.
Ein Datum gibt es nicht. Im September hieß es, Phase Two solle „so schnell wie möglich“ nach Phase One kommen, vielleicht mit einer Kleinigkeit dazwischen. Cross-Saves, Cross-Progression und Mod-Support sind noch offen.

Für dich heißt das: Wer aus dem Spiel heraus hostet, kämpft auch mit Phase One weiter mit seinem Router. Ein Dedicated Server umgeht das komplett, weil er schon eine öffentliche IP und einen offenen Port hat.
So bereitest du deinen Terraria-Server auf 1.4.6 vor
1. Plane das Server-Update für Tag eins. Terraria lässt keine Verbindungen zwischen verschiedenen Versionen zu. Sobald Konsolenspieler 1.4.6 haben, kommen sie nicht mehr auf einen 1.4.5.x-Server. Bei DoomHosting steht das Vanilla-Terraria-Egg standardmäßig auf TERRARIA_VERSION=latest, eine Neuinstallation im Panel zieht also das neueste Serverpaket, sobald Re-Logic es veröffentlicht. Willst du länger auf der alten Version bleiben, trag die genaue Versionsnummer im Startup-Tab ein.
2. Sichere zuerst die Welt. Bei jeder großen Version, ohne Ausnahme. Lade die .wld-Datei per FTP herunter oder erstelle ein Backup im Panel.
3. Notiere IP und Port. Konsolenspieler fügen deinen Server über die Remote-Liste hinzu und brauchen beides. Terraria nutzt standardmäßig Port 7777, ein gehosteter Server läuft aber meist auf dem zugewiesenen Port. Kopiere die genaue Adresse aus der Verbindungskarte im Panel.
4. Setz ein Passwort. Wenn jeder von jeder Plattform per Adresse beitreten kann, landet man leichter auf einem offenen Server. Die Variable PASSWORD im Startup-Tab erledigt das.
5. Erhöhe bei Bedarf das Spielerlimit. MAX_PLAYERS steht standardmäßig auf 8. Prüf danach, ob dein RAM noch zur größeren Welt passt. Unser Terraria RAM-Rechner gibt dir eine schnelle Schätzung.

Und was ist mit tShock und tModLoader?
Der stabile Zweig von tModLoader zielt weiterhin auf Terraria 1.4.4. Laut State of the Game geht die Arbeit an 1.4.5 „zügig voran“, es gibt aber noch „viele Aufgaben“. Das nächste Monatsupdate für 1.4.4 erscheint am 1. November. Ein tModLoader-Server bekommt 1.4.6 also nicht, und Konsolenspieler können ohnehin keine Mods nutzen. Modded-Welten bleiben vorerst reine PC-Welten.
tShock folgt dem Vanilla-Server, neue Builds kamen in der Vergangenheit aber oft erst einige Zeit nach einer neuen Terraria-Version. Nutzt du tShock-Plugins, prüf vor der Neuinstallation, ob es schon ein tShock-Release für 1.4.6 gibt. Was aktuell unter 1.4.4 läuft, steht in unserem Guide zu den besten Terraria-Mods. Die Multiplayer-Fixes aus dem letzten Patchzyklus findest du in unserem Artikel zu Terraria 1.4.5.7.
Fazit
Crossplay Phase One ist nah, und es ist genau um das herum gebaut, was ein Dedicated Server schon bietet: eine feste Adresse, die jeder eintippen kann. Sobald 1.4.6 die Zertifizierung hinter sich hat, können PC-, Mobile- und Konsolenspieler endlich eine Welt teilen.
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