Mojang hat am 22. September 2026 mit Minecraft 26.4 Snapshot 1 den nächsten Zyklus der Java Edition gestartet, Snapshot 2 folgte am 29. September. Überall liest man, dass Vulkan jetzt die Standard-Grafik-API ist. Für Serverbetreiber ist etwas anderes wichtiger: drei neue Einträge in der server.properties, ein überarbeiteter Handshake, der zusätzliche Parameter in der Serveradresse erlaubt, und ein Paket, über das Mod-Loader dem Server die Client-Mods eines Spielers melden.
Wann sind die Minecraft 26.4 Snapshots erschienen?
- 26.4 Snapshot 1: 22. September 2026 (Data Version 5119)
- 26.4 Snapshot 2: 29. September 2026 (Data Version 5120)
Beide kamen kurz nach 26.3 Wilderness Bound vom 15. September. Ein Release-Datum für 26.4 gibt es noch nicht, und die Eishöhlen aus der Minecraft Live vom 26. September stecken noch in keinem Snapshot. Java 25 bleibt die Mindestversion, wie schon bei 26.3.
Vulkan betrifft nur den Client
Die Option "Graphics API" auf "Default" verhält sich jetzt wie "Prefer Vulkan", und das Spiel wechselt die API nach einem Absturz beim Start nicht mehr automatisch. Auf einem dedizierten Server ändert das nichts: Die Server-JAR rendert nichts, RAM, CPU und Tickrate bleiben gleich. Startet ein Spieler mit alten Grafiktreibern den Snapshot nicht mehr, muss er in den Video Settings selbst auf OpenGL zurückstellen.
Drei neue Einträge in der server.properties
allowed-connection-ids: eine kommagetrennte Liste von IDs. Ist sie gefüllt, lehnt der Server jede Verbindung ohne passende_idab, sowohl beim Status-Ping als auch beim Login. Ohne ID sieht ein Spieler nicht einmal MOTD oder Spielerzahl.status-contact-details: freier Text, der in der Statusantwort untercontactmitgeschickt wird, damit man die Betreiber erreichen kann.enable-legacy-status: schaltet das alte Status- und Ping-Protokoll von vor 1.7 ab. Standard isttrue.
Spieler geben die ID im normalen Feld Server Address als [email protected] ein. Wichtig: Laut Mojang ist das Handshake-Paket nicht verschlüsselt. Nutze allowed-connection-ids gegen Scanner und neugierige Pings, nicht als Zugangsschutz. Für echte Privatsphäre bleibt die Whitelist Pflicht. Die Zeilen trägst du im File Manager deines Panels in die server.properties ein und startest neu.
Der neue Handshake betrifft Proxys und Netzwerke
Das Host-Feld im Paket minecraft:intention kann jetzt Parameter wie example.com?key1=value&key2 tragen und fasst 1024 Zeichen. Bei SRV-Einträgen schickt der Client die aufgelöste Domain als Haupt-Host und die ursprüngliche als _o. Auch minecraft:transfer bekommt eine Properties-Map. Für einen einzelnen Vanilla-Server ist das unsichtbar, aber Velocity und BungeeCord müssen ihre Forced Hosts erst an das neue Format anpassen.
Mod-Liste für einfacheres Debugging
Das neue Paket minecraft:mod_list soll dem Server die Client-Mods melden. Vanilla schickt es leer, befüllen müssen es Fabric, NeoForge und Co. Danach sehen Admins bei ständigen Kicks direkt, welche Mods ein Spieler nutzt.
Snapshot 2: Nebel, F3 und ein Absturz-Fix

Snapshot 2 bringt weicheren Sichtweiten-Nebel, eine neue F3-Ansicht und zwei für Server wichtige Fixes: MC-312064 (zufälliger Absturz bei der Chunk-Generierung) und MC-312046 (viel zu viele Pilze in Sümpfen seit Snapshot 1). Bereits generierte Sumpf-Chunks behalten ihre Pilze. Außerdem erzeugt Snapshot 1 beim Upgrade von Welten aus der Zeit vor Caves and Cliffs Schwefelhöhlen unter den alten Chunks.
Was das für deinen Server bedeutet

- Hauptwelt auf 26.3 lassen. Eine Welt aus einem Snapshot lässt sich nicht sicher zurückspielen. Backup machen, Welt kopieren, Snapshot separat testen.
- Die richtige JAR nutzen. Alle Builds direkt von Mojang findest du bei unseren Snapshot-Server-Downloads, etwa 26.4 Snapshot 2.
- Snapshot 1 überspringen, Snapshot 2 behebt den Absturz.
- Paper und Spigot bleiben auf 26.3, bis 26.4 final erscheint.
Lohnt sich der Test jetzt?

Für die meisten Server noch nicht, neue Blöcke oder Mobs gibt es bisher keine. Wer aber ein Netzwerk, einen Proxy oder einen privaten Event-Server betreibt, sollte die Connection-IDs jetzt ausprobieren.
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